Europäische Vorschriften für Mineralöl-Transporte Tankwagen-Fahrer müssen regelmäßig geschult werden

Wissen Sie, was eine Bezettelung oder eine Blindflansche ist? Können Sie sich unter kinematischer Viskosität oder einem festverbundenen Tank etwas vorstellen? Nie gehört?

Sie müssen diese Begriffe auch nicht kennen, aber Ihrem Brennstoffhändler sollten sie vertraut sein. Denn das „Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“ (ADR), in dem solche Vokabeln am laufenden Band vorkommen, ist eine für alle EU-Staaten gültige Vorschrift. Jedes Unternehmen, das beispielsweise Heizöl an seine Kunden ausliefert, hat die Regeln dieser erstmals 1957 beschlossenen Verordnung zu befolgen. Eine anspruchsvolle Pflicht: Immerhin umfasst allein die Anlage zur Neufassung von 2007 rund 1.000 Seiten.

Trotzdem hat auch jeder einzelne Fahrer eines Tankwagens die für ihn relevanten Punkte hinsichtlich Beförderung, Fahrzeugausrüstung, Ladungssicherung und Kennzeichnung zu kennen und umzusetzen.Die Mitarbeiter der Lieferunternehmen müssen deshalb regelmäßig geschult werden, um stets auf dem neuesten Stand der Gesetzeslage zu sein. Und dieser Prozess ist niemals abgeschlossen: Die Regeln für Energietransporte werden immer wieder aktualisiert und den technischen Entwicklungen angepasst. So sind auch im Januar 2009 mehrere Änderungen zum ADR in Kraft getreten, die die Abwicklung von Mineralöltransporten betreffen.

Aber wie kann ein Kunde sicher sein, dass sein Heizöl-Lieferant solche Änderungen registriert und den entsprechenden Schulungspflichten für die Fahrzeugführer auch nachkommt? Als Verbraucher selbst die ADR studieren und den Fahrer stichprobenartig abfragen? Das wäre allerdings eine recht aufwändige Methode. Besser ist es, diese Kontrollfunktion an Fachleute zu delegieren, die sich in der Thematik auskennen.

Wer darauf achtet, dass sein Heizöl-Händler das RAL-Gütezeichen Energiehandel führt, kann sich nicht nur auf zuverlässige Liefermengen und transparente Preise verlassen, sondern auch auf jederzeit vorschriftsmäßig geschultes Personal. Denn dieses Qualitätsprädikat darf nur dann verliehen werden, wenn umfangreiche Überprüfungen die Seriosität eines Unternehmens und dessen Befolgung aller nationalen und internationalen Verordnungen bestätigt haben.