Sicherheitsdienst – Wie den richtigen Wachdienst finden?

Wer etwas besitzt, der muss es heutzutage vor fremdem Zugriff schützen. Das trifft nicht nur auf materielle Werte zu sondern kann sich ebenso um bestimmtes Fachwissen handeln. Für begüterte Privatleute und für Unternehmen sowie Behörden gibt es auf den genannten Gebieten viel zu schützen und sie treffen die entsprechenden Vorkehrungen. Der Schutz von Gelände oder Gebäuden gehört dabei ebenso zum Repertoire wie etwa eine Zutrittskontrolle, eine ständige Protokollierung von Besucherströmen oder eine Absicherung gegen Diebstahl, Vandalismus oder Feuer. Unterschieden wird daher in materielle und personelle Absicherung. Auf diese Aufgaben haben sich Wach- und Sicherheitsdienste spezialisiert.

Definition der Ansprüche an den Sicherheitsdienst durchführen
Um einen geeigneten Wach- und Sicherheitsdienst auszuwählen, müssen zunächst die zu bewältigenden Aufgaben zusammengestellt werden. Folgende Fragen müssen beantwortet werden: Ist eine ständige Personalpräsenz zur Bewachung erforderlich oder reicht sporadische Kontrolle? Soll eine Zutrittskontrolle mit Nachweis erfolgen? Müssen Fahrzeuge eingesetzt werden? Sind elektronische Mittel zur Unterstützung verfügbar? Soll die Bewachung 24 Stunden umfassen oder nur Teile des Tages? Ist die Unterstützung von Hunden erwünscht? Ist eine Bewaffnung des Personals erforderlich? Reicht eine elektronische Überwachung aus der Ferne? In welcher Zeit soll eingegriffen werden können? Die Definition derartiger Ansprüche sollte in einer Liste zusammengetragen werden, die später zur Auswahl des geeigneten Wach- und Sicherheitsdienstes verwendet wird. Je nach Relevanz der gewünschten Dienstleistung wird jeder der Anforderungen eine Punktezahl zur Gewichtung verliehen. Nachdem die gewünschten Umfänge der Bewachung oder Absicherung festgelegt sind, sind die entstehenden Kosten zu ermitteln und mögliche Einsparungen zu prüfen.

Die entstehenden Kosten abwägen
Für die Auftraggeber können die Kosten eines Wach- und Sicherheitsdienstes enorme Ausmaße annehmen. Ständig präsentes Personal ist der größte Kostenfaktor. Die Qualifikation zum Hundeführer und die entstehenden Kosten für die Tiere sind ungefähr mit den Kosten für bewaffnete Dienste vergleichbar und liegen auf der zweithöchsten Stufe. Das Personal muss besonders geschult sein, zum Tragen von Waffen autorisiert sein und kontinuierlich in Übung gehalten werden. Bauliche Anlagen wie Zäune, Schlagbäume, Vereinzelungsanlagen und Ausweissysteme zur Erfassung von Besuchern und Personal sind teuer, jedoch ist eine wirksame Absicherung ohne solche Anlagen nicht realisierbar. Durch technische Einrichtungen wie Alarmanlagen, Brandmeldeanlagen, Kamerasysteme und automatische Zutrittskontrollen können bei den sehr kostenintensiven Maßnahmen Einsparungen erzielt werden. Die Technik erfordert dabei hohe Anfangsinvestitionen, bedarf der Wartung und Reparatur, amortisiert sich im Laufe der Zeit jedoch durch die Einsparung der hohen Personalkosten. Die elektronische Überwachung aus der Ferne setzt sich in den letzten Jahren immer mehr durch. Wach- und Sicherheitsdienste überwachen oft diverse Objekte aus einer Zentrale heraus und dirigieren bei auftretenden Problemen mobile Einheiten an den Ort des Geschehens. Solche Dienstleistungen zur Überwachung werden dann auch für Privathaushalte erschwinglich.

Welche Alternativen kann Sicherheitstechnik bieten?
Mit der Übertragung elektronischer Überwachungsdaten können Gebäude oder Gelände aus der Ferne vollständig abgesichert werden. Die Übertragung und gleichzeitige Aufzeichnung der Daten dienen dabei gleichzeitig der Beweissicherung für eventuelle Vorkommnisse. Die Detektion eines unbefugten Betretens, Manipulationen an Absperranlagen oder unkontrolliertes Verhalten von technischen Anlagen wird durch eine elektronische Sensorik erfasst und auf einzuhaltende Sollwerte durch eine Software geprüft. Weichen die Daten von den Sollwerten ab, löst die Anlage ein Warnsignal in der Zentrale aus. Von dort können über Messgeräte oder Kameras weitere Informationen über die Situation vor Ort eingeholt werden. Die automatische Einschaltung und Alarmierung von Polizei oder Rettungsdiensten ist möglich. In der Praxis wird bei der Auswahl eines Wach- und Sicherheitsdienstes stets die Mischung von personellen Dienstleistungen und Sicherheitstechnik zum Einsatz kommen. Die Art der Kombination beider Absicherungsarten hängt direkt vom zu bewachenden Objekt ab. Entscheidend sind dabei die Größe des Objektes, die Art des zu leistenden Schutzes und der Grad der Gefährdung. Als weiteres wichtiges Kriterium sind die Kosten zu beachten. Sie müssen sich mit dem zur Verfügung stehenden Budget dauerhaft bewältigen lassen.

Auswahl nach einer Gewichtungsliste
Die zur Konzeption der Aufgaben für den Wach- und Sicherheitsdienst erstellte Aufgabenliste bekommt in Verbindung mit den entstehenden Kosten für die einzelnen Aufgaben besondere Bedeutung für die Auswahl des ausführenden Unternehmens. Dabei können weitere Einflussfaktoren eine Rolle spielen, zum Beispiel ob die Sicherheitstechnik dem Auftraggeber gehört oder beim Wach- und Sicherheitsdienst geleast oder gemietet wird. Die entscheidende Größe ist am Ende immer das Budget. Unbezahlbare Leistungen können nicht umgesetzt werden und sind durch andere Maßnahmen zu ersetzen oder das Schutzbedürfnis ist zu reduzieren. Die im Wettbewerb tätigen Wach- und Sicherheitsunternehmen sind bei der Konzepterstellung für die Bewachung behilflich und können zahlreiche Alternativen aufzeigen. Das Erstellen von Sicherheitskonzepten ist keine Aufgabe für Laien und bedarf der Unterstützung fachkundiger Beratung. Da zum Preisvergleich der Einzelleistungen ohnedies Kontakt mit den Wettbewerbern aufgenommen werden muss, sind Preisermittlungen im Rahmen von Ausschreibungen bei größeren Absicherungsmaßnahmen üblich. Für Privatleute empfiehlt sich das Einholen von mindestens 3 unterschiedlichen Angeboten mit genauer Beschreibung der angebotenen Absicherungsleistung, bevor ein Unternehmen wirklich beauftragt wird.